Lese-Rechtschreib-Störung – wie können Eltern unterstützen?
Ich war verzweifelt. Mein ältester Sohn, den ich bis zur Einschulung als aufgewecktes, kluges Kind erlebt hatte, erschien mir plötzlich schwer von Begriff. Ich hatte genau zugehört, was die Klassenlehrerin am ersten Elternabend gesagt hatte, wie wir unsere Kinder zu Hause beim Schreibenlernen unterstützen sollten. Und genau das tat ich. Jeden Tag, mit viel Zeit und viel Geduld. Und trotzdem. Die wenigen Lernwörter, die er pro Woche richtig schreiben können sollte, sie gingen einfach nicht in seinen Kopf.
Wir haben sie immer wieder geübt, und es war so, als ob er sie jedes Mal zum ersten Mal sehen würde. Es war zum Haareraufen und hat die Stimmung zwischen uns die ersten 18 Monate seiner Schulzeit sehr belastet.
Der Klassenlehrerin waren die Schwierigkeiten auch aufgefallen, ihre erste Vermutung war, dass es an der Haltung des Stiftes liegen könnte, und sie empfahl uns Ergotherapie, später dann noch Logopädie. Weder das eine noch das andere brachte den gewünschten Erfolg. Erst zur Mitte des 2. Schuljahres kam dann der erlösende Hinweis, dass unser Sohn vielleicht eine Lese-Rechtschreib-Störung (LRS) haben könnte. Endlich ein Anhaltspunkt für das, womit unser Sohn kämpfte.
Was ist LRS?
LRS stellt eine ernstzunehmende, aber behandelbare Entwicklungsstörung dar. Sie äußert sich durch ausgeprägte und anhaltende Schwierigkeiten beim Erlernen des Lesens und Schreibens - vom Leseverständnis über das Wiedererkennen geschriebener Worte bis hin zum Vorlesen. Diese Probleme sind nicht auf eine generelle Intelligenzminderung oder mangelnde schulische Förderung zurückzuführen.
Es zeigte sich schnell in der Schule, dass Lese- und Schreibkompetenzen nicht nur im Fach Deutsch essentiell sein würden, sondern auch für den Erfolg in allen anderen Schulfächern. Kinder, die einen Sachtext nicht in angemessener Zeit lesen und verstehen oder die Aufgabenstellungen in einem Test nicht erfassen können, fallen im Unterricht zurück, sind frustriert, erhalten schlechtere Noten und verlieren die Lust am Lernen und an der Schule. Das hatten wir sehr gut beobachten können.
Wie entsteht eine LRS?
Die Entstehung ist noch nicht vollständig geklärt, aber Wissenschaftler sind sich einig, dass fast nie eine Ursache allein für die Entstehung der Problematik verantwortlich gemacht werden kann, es wirken verschiedene Faktoren zusammen. Die Erblichkeit spielt möglicherweise eine zentrale Rolle.1
Es gibt verschiedene Ausprägungen:
Lese- und Rechtschreibstörung
Starke Probleme beim Lesen und Schreiben, z. B. beim Lesen, Verstehen oder Vorlesen von Texten. Tritt meist gemeinsam auf.
Isolierte Rechtschreibstörung
Nur das Schreiben und Buchstabieren ist deutlich beeinträchtigt, das Lesen ist unauffällig.
Isolierte Lesestörung
Nur das Lesen ist gestört, obwohl das Schreiben gut funktioniert.
Anzeichen einer LRS
Bei LRS treten oft typische Symptome auf, häufig in Kombination.
Probleme beim Lesen
Anzeichen können sein, wenn ein Kind
- bereits in der Vorschule Probleme hat, sich Reime zu merken oder zu erkennen
- langsam und stockend liest
- das Gelesene nicht sinnvoll betont
- häufig einzelne Buchstaben, Silben oder Wörter vertauscht oder weglässt
- Schwierigkeiten hat im Gliedern und Verstehen von Sätzen und Abschnitten
- häufig rät anstatt zu lesen
- Schwierigkeiten hat, den Zeilen zu folgen
- sich schwer tut, etwas auswendig zu lernen
- das Gelesene inhaltlich nur ungenau wiedergeben kann
Probleme in der Rechtschreibung
Hier sind Warnsignale, wenn ein Kind
- Buchstaben im Wort verdreht
- bereits beim Abschreiben von Texten viele Fehler macht
- trotz Übens viele Fehler in Diktaten macht
- langsam und unleserlich schreibt
- Schwierigkeiten bei der Unterscheidung einzelner – vor allem ähnlicher - Buchstaben hat
- Buchstaben oder Wortteilen auslässt
- keine Rechtschreibregeln anwendet
- Fehler in ein und demselben Wort variiert, d. h. dasselbe Wort unterschiedlich schreibt (bspw.: Ferd, Pfert, Pfert, Pfärd)
- eigene Lese- und Rechtschreibfehler nicht erkennt
Wie ging es bei uns weiter?
Wir haben unseren Sohn in einer auf LRS spezialisierten Praxis testen lassen. Das Ergebnis zeigte, was wir bereits ahnten: Er ist schwer betroffen. Das Wissen darum, dass es weder an zu wenig Übung, noch an mangelnder Intelligenz unseres Sohnes oder an meiner Fähigkeit, ihn im Erlernen zu begleiten, lag - bei ihm war es eine isolierte Rechtschreibstörung -, hat zu Hause einen großen Unterschied gemacht. Wir beide fühlten uns nicht mehr unzulänglich und ein großer Streitfaktor zwischen uns war ausgeräumt. Aber es war auch klar, dass er Unterstützung benötigen würde, die ich ihm nicht geben und auch die Schule nicht bieten konnte. Uns wurde außerdem schnell bewusst, dass LRS-Therapie kein Sprint ist, sondern immer ein Marathon, und wir alle dabei einen langen Atem werden haben müssen. Dies galt auch für seine Lehrkräfte, denn die vielen Fehler, die er weiterhin machte, waren unserem Sohn so unangenehm, dass er sich eine Handschrift angewöhnt hatte, die komplett unleserlich war.
Was nun? Förderung? Wie geht das?
Förderung eines Kindes mit LRS kann an verschiedenen Orten stattfinden:
Förderung in der Schule
In der Schule kann sowohl die Testung als auch die Förderung im Rahmen eines sogenannten Förderunterrichts stattfinden. Jedes Bundesland hat eigene rechtliche Vorgaben, wie die Unterstützung aussieht und welchen Beitrag Schule leisten kann. Hier ist es wichtig, mit den Lehrkräften deines Kindes ins Gespräch zu kommen und gemeinsam zu erarbeiten, welche Förderung in eurer Schule vorgesehen und möglich ist.
LRS-Therapie
Therapie für LRS ist ein Riesenmarkt geworden. Das Angebot ist enorm groß und vielfältig, und weder für beratende Lehrkräfte noch für Eltern ist es immer einfach, hier die Übersicht zu behalten. Erschwerend kommt hinzu, dass der Begriff der/des Lerntherapeut*in nicht geschützt ist und deshalb nur bedingt Rückschlüsse auf eine geeignete Qualifizierung bietet.
Wir haben beim Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie e. V. (BVL) gesucht, die eine Suchfunktion für qualifizierte Therapeut*innen anbieten. Diese Kriterien möchte ich aus Erfahrung mitgeben, um als Elternteil zu merken, ob das Angebot vor Ort für dein Kind passt:
Qualifikation und Vorgehen
- Welche Ausbildung hat der/die Therapeut*in? Auch wenn der Begriff nicht geschützt ist, sollten spezielle Fortbildungen in LRS-Therapie oder integrativer Lerntherapie vorhanden sein.
- Gibt es ein ausführliches Erstgespräch? Seriöse Therapeut*innen nehmen sich Zeit, um das Kind und seine Situation kennenzulernen.
- Wird eine eigene Diagnostik durchgeführt? Oder wird zumindest die vorhandene Diagnostik ausführlich besprochen und ein individueller Förderplan erstellt?
- Wird transparent über Methoden informiert? Du solltest in die Lage versetzt sein, zu verstehen, welcher Therapieansatz verwendet wird und warum.
Die Therapiestunden selbst
- Wie groß sind die Lerngruppen? Es sollten nicht mehr als 5-6 Schüler*innen sein.
- Wie werden die Gruppen zusammengesetzt? Haben die Kinder das gleiche Alter und die gleichen Schwierigkeiten?
- Gibt es eine Differenzierung? Die Übungen sollten auf die Stärken und Schwächen jedes einzelnen Kindes abgestimmt sein.
- Was machen sie mit den Kindern? Werden verschiedene Methoden angewendet und gibt es Abwechslung bei den Materialien, um verschiedene Sinne anzusprechen und die Freude am Lernen zu erhalten bzw. wieder aufzubauen?
- Nutzen sie auch einen spielerischen Ansatz? Spiele, Rätsel und interaktive Übungen sind besonders bei jüngeren Kindern motivierend.
- Wie erfolgt eine positive Verstärkung? Lob und Anerkennung bestärken dein Kind, fördern das Selbstvertrauen, erhalten die Lernbereitschaft und erleichtern das Durchhalten.
Organisation und Kommunikation
- Wie oft finden die Termine statt? Kurze, aber häufige Übungseinheiten sind hilfreicher als eine lange Sitzung, auch wenn das für die familiäre Organisation nicht einfacher ist.
- Wie wirst du als Elternteil eingebunden? Gibt es regelmäßige Gespräche über den Therapieverlauf und werden Übungen für zu Hause mitgegeben und erklärt?
- Wie flexibel sind Terminabsprachen bei Krankheit oder Schulveranstaltungen?
- Sind die Räumlichkeiten geeignet? Sie sollten ruhig und ablenkungsfrei sein.
Wer trägt die Kosten für eine LRS-Therapie?
Die Behandlung einer LRS wird in der Regel nicht von den Krankenkassen übernommen. Es gibt jedoch Ausnahmen – vor allem, wenn zusätzlich andere Erkrankungen vorliegen. Das können zum Beispiel psychische Belastungen, Aufmerksamkeitsstörungen oder Angststörungen sein. Ob in deinem konkreten Fall eine Kostenübernahme möglich ist, lässt sich direkt bei eurer Krankenkasse erfragen.
Unter bestimmten Voraussetzungen besteht außerdem die Möglichkeit, beim örtlichen Jugendamt einen Antrag auf „Eingliederungshilfe“ zu stellen. Wird dieser bewilligt, übernimmt das Jugendamt die Kosten für die außerschulische Förderung. Der Gesetzgeber setzt nach § 35a SGB VIII eine drohende seelische Behinderung voraus. Davon solltest du dich nicht abschrecken lassen und den Kontakt zum Jugendamt suchen.
Soll ich zuhause mit meinem Kind üben?
Eine Frage, die ich mir immer wieder gestellt habe und die ich, je nach Alter meines Sohnes, unterschiedlich beantwortet habe, ist die Sinnhaftigkeit des gemeinsamen Übens zu Hause. Hast du ein Kind, das sich mit dem Lesen und/oder Schreiben schwertut, kennst du sicher auch die zahlreichen ermüdenden Situationen zuhause, während der Hausaufgaben oder beim Üben, die bei uns immer von Konflikten begleitet waren.
Meine Erfahrung möchte ich teilen: Häusliches Üben ist als Ergänzung zu weiteren Fördermaßnahmen sinnvoll. Regelmäßiges kürzeres Üben war effektiver als lange Übungssequenzen am Stück. Hilfreich war für uns die Absprache mit Lehrkräften und/oder Therapeut*innen bzgl. Übungen, Übungsmaterial und zeitlichem Umfang. Und auch dazu, wie ich mit den Fehlern, die mein Sohn natürlich weiterhin machte, umgehen sollte. Das änderte sich mit Alter und Therapieverlauf immer wieder.
Einfacher wurde die ganze Situation für mich, als ich mir klar gemacht habe, dass ich nicht die Lehrkraft meines Kindes bin und diese Aufgabe abgeben darf. Ich habe dann nur noch das gemacht, was
- ich mir zugetraut habe (in unserem Fall das Lesen üben) und auch nur, wenn ich dafür wirklich Zeit und Ruhe einplanen konnte.
- nicht zu ständigen Konflikten zwischen mir und meinem Kind geführt hat. Alles andere hat eh niemandem geholfen.
Ich habe mir, damit es nicht so langweilig wurde, auch immer wieder Anregungen aus dem Internet gesucht, hier Stichwörter dazu, falls du auch auf der Suche sein solltest:
- Tandemlesen
- Echolesen
- Blitzlesen
- Silbenteppiche
- Wörter rückwärts lesen
- Buchstabensalat entschlüsseln
- Buchstaben-Suchspiele
- Leseübungen mit einem Sichtwortschatz
- Lese-Memory
Wenn wir Rechtschreibung geübt haben, haben wir immer wieder Fehlerwörterlisten angelegt und diese dann gezielt geübt oder Übungen mit Wortbausteinen gemacht.
Apps und digitale Angebote:
Darüber hinaus gibt es zahlreiche digitale Angebote, Online-Programme und Apps. Diese sind oft eine sinnvolle Ergänzung zu einer Therapie oder schulischen Förderung. Auch wenn du auf einen Therapieplatz für dein Kind wartest, kannst du damit die Wartezeit überbrücken.
Die Vorteile solcher Angebote sind:
- örtliche Unabhängigkeit
- individuell festlegbare Lerngeschwindigkeit
- hoher Aufforderungscharakter durch spielerische Elemente
- direkte Rückmeldung über Lernerfolg
- keine Therapielücken während langer Ferienzeiten.
Es gibt aber auch Nachteile:
- Gerade jüngere Kinder brauchen die Rückmeldung einer Bezugsperson.
- Es findet kein Beziehungsaufbau statt.
- Das Ablenkungspotenzial ist je nach Struktur des Programms hoch.
- Es ist viel Selbstdisziplin erforderlich.
Motivierende Spiele für zuhause findest du beispielsweise hier: https://www.legakids.net/kids/spiele
Einen guten, aktuell gehaltenen Überblick empfehlenswerter Lernsoftware erhältst du hier: https://www.bvl-legasthenie.de/legasthenie/foerderprogramme.html?view=article&id=139&catid=8
Je mehr ein Kind liest, desto besser werden Leseflüssigkeit und damit einhergehend das Leseverständnis. Es gibt zahlreiche Programme, die das Lesen motivierend unterstützen und dadurch die Lesemenge erhöhen. Diese Programme können auch ergänzend zu Hause angewendet werden und geben deinem Kind direkt eine Rückmeldung. Das hat bei uns sehr geholfen!
Antolin: Weit verbreitete digitale Plattform, die häufig in Schulen und Bibliotheken verwendet wird. Mit Quizfragen zu Kinder- und Jugendbüchern wird die Lesemotivation gefördert. Frag in der Schule nach, ob diese hierfür eine Lizenz hat.
Leseo: Digitale Leseförderung mit Schwerpunkt auf diagnostischem Ansatz und individueller Fördermöglichkeit. Auch hier, frage in der Schule nach, ob diese hierfür eine Lizenz hat; dieses Angebot kann man aber auch als Privatperson kaufen und mit anderen Familien teilen.
Schulische bzw. rechtliche Konsequenzen einer diagnostizierten LRS
Bei uns hat die Diagnose schulrechtlich einen großen Unterschied gemacht. Ich habe für meinen Sohn nicht nur einen Nachteilsausgleich (z. B. verlängerte Zeit zum Schreiben in Arbeiten, nachträglich Zeit für Korrekturen mit der Hilfe eines Dudens,...), sondern den umfassenderen Notenschutz beantragt. Seine Rechtschreibleistung ist also nicht in die Schulnote eingeflossen. Aufgrund der Schwere der Störung hat er diesen Schutz bis zum Abitur erhalten, was er übrigens trotz LRS mit einer sehr guten Note abgelegt hat.
Notenschutz wird auf dem Zeugnis vermerkt. Das war für ihn auch sinnvoll, wie sich später herausgestellt hat, als er sein Studium aufgenommen hat. An vielen Universitäten sind Lösungen für Studierende mit LRS vorgesehen, wenn die LRS nachgewiesen werden kann, beispielsweise mit dem besagten Notenschutz. Sonst wird erneut eine Diagnostik gefordert, wofür es sehr wenige Expert*innen gibt und was auch teuer ist.
Da die schulrechtliche Lage zum Nachteilsausgleich und Notenschutz, (Wer muss den beantragen? Gibt es den automatisch? Was sind die Voraussetzungen?) auch in jedem Bundesland anders ist, empfehle ich die Beratung in der Schule und auch durch den Bundesverband Legasthenie & Dyskalkulie e. V.
Fazit: Der Weg ist das Ziel
Kinder mit LRS fühlen sich trotz großer Anstrengung ständig im Rückstand und entwickeln das Gefühl, weniger wert oder „nicht gut genug" zu sein. Oft schämen sie sich für ihre Fehler und vermeiden Situationen, in denen sie laut lesen oder schreiben müssen. Als Eltern ist es schmerzhaft zu sehen, wie das eigene Kind kämpft und sich selbst in Frage stellt.
Es braucht Geduld, Verständnis und einen langen Atem, um gemeinsam Fortschritte zu erzielen. Doch mit einer frühzeitigen, vielfältigen und motivierenden Förderung können auch große Hürden überwunden werden.
Was ich heute anders weiß
Rückblickend kann ich sagen: Die Diagnose war ein Wendepunkt. Sie hat nicht nur Klarheit gebracht, sondern auch den Druck von uns allen genommen. Mein Sohn war nicht "faul" oder "begriffsstutzig", und ich war keine "schlechte Mutter". Wir hatten endlich einen Namen für das, was uns so lange beschäftigt hatte.
LRS ist kein Urteil, sondern ein Startpunkt. Ja, es bedeutet mehr Aufwand, mehr Termine, auch finanzielle Belastung. Aber es bedeutet auch: gezielte Hilfe, (hoffentlich) verständnisvollere Lehrkräfte und ein Kind, das lernt, mit seinen Schwierigkeiten umzugehen.
Mein Sohn heute
Heute studiert mein Sohn erfolgreich. Seine LRS hat ihn geprägt, aber nicht gehindert. Er hat gelernt, seine Stärken zu nutzen und für seine Schwächen Strategien zu entwickeln. Er ist selbstbewusst geworden und weiß, dass er trotz seiner Herausforderungen viel erreichen kann.
Was ich dir mitgeben möchte
Hör auf dein Bauchgefühl. Wenn du das Gefühl hast, dass etwas nicht stimmt, lass es abklären. Frühe Intervention macht einen großen Unterschied.
Feier kleine Erfolge. Jedes richtig geschriebene Wort, jeder gelesene Satz ohne Stocken, jede Situation, in der dein Kind freiwillig vorliest. Das sind großartige Meilensteine.
Bleib realistisch, aber hoffnungsvoll. LRS verschwindet nicht einfach, aber Kinder lernen damit umzugehen. Sie entwickeln Strategien, finden ihre Stärken und gehen ihren Weg.
Der Blick nach vorn
LRS wird immer ein Teil des Lebens deines Kindes bleiben. Aber es definiert nicht, wer dein Kind ist oder was es erreichen kann. Mit der richtigen Unterstützung, viel Geduld und der Gewissheit, dass du nicht allein bist, könnt ihr diese Herausforderung meistern.
Wichtig ist: Du bist nicht allein. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten und Anlaufstellen, die dich und dein Kind auf diesem Weg unterstützen können. Nutze sie und vernetze dich mit anderen betroffenen Familien.
Der Weg mag länger sein und Umwege haben, aber das Ziel bleibt dasselbe: ein selbstbewusstes, glückliches Kind, das seinen Platz in der Welt findet.
Literaturverzeichnis
1 BVL – Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie e. V. (o. J.): Die Ursachen für Legasthenie/Lese-Rechtschreibstörung.
URL: https://www.bvl-legasthenie.de/legasthenie/ursachen.html
[Zuletzt abgerufen am: 25.07.2025].