Es braucht das ganze Dorf

„Es braucht das ganze Dorf" – Neues Praxisbuch zur Früherkennung psychischer Erkrankungen an Schulen

Frankfurt/Stuttgart, 13. November 2025

tomoni mental health veröffentlicht gemeinsam mit dem Medienunternehmen RAABE das Praxisbuch „Es braucht das ganze Dorf – Zusammen für psychische Gesundheit an Schulen". Autorin ist Alix Puhl, Gründerin von tomoni, gemeinsam mit Dr. Arne Bürger, Kinder- und Jugendpsychologe am Universitätsklinikum Würzburg.

Aus persönlichem Verlust wird Hilfe für andere
tomoni mental health entstand 2022, nachdem der Sohn der Gründer Alix und Oliver Puhl sich 2020 mit 16 Jahren infolge einer zu spät erkannten psychischen Erkrankung das Leben nahm. „Die Frage, die uns seither antreibt: Was hätte seinem Umfeld geholfen, die Anzeichen früher zu erkennen?", erklärt Alix Puhl.

Dringender Handlungsbedarf
Rund zwei Millionen Kinder und Jugendliche in Deutschland gelten als psychisch auffällig – viele unerkannt. Gleichzeitig fühlen sich zwei Drittel der Lehrkräfte nicht ausreichend qualifiziert im Umgang mit psychischen Erkrankungen (tomoni-Umfrage 2022). Die Bundesschülerkonferenz forderte kürzlich in ihrem Positionspapier „Krise der mentalen Gesundheit – Ein Notruf von Kindern und Jugendlichen in Deutschland" umfassende Maßnahmen. Das deutsche Bildungssystem sei auf die mentale Gesundheitskrise nicht ausreichend vorbereitet.

Von der Fortbildung zum Praxisbuch
tomoni bietet seit 2022 wissenschaftlich fundierte Online-Fortbildungen für Schulpersonal. Bis Oktober 2025 fanden über 1.300 Fortbildungen mit mehr als 12.000 Teilnahmen statt. Der wiederkehrende Wunsch: ein Handbuch für den Alltag. In Partnerschaft mit RAABE entstand nun das Praxisbuch.

Was das Buch bietet
Das Buch behandelt Depression, Angststörungen, ADHS, Autismus-Spektrum-Störung, Essstörungen, Suizidprävention, Mobbing und posttraumatische Belastungsstörung (PTBS). Es bietet kompaktes Wissen, Warnsignale, Dos & Don'ts, Gesprächsleitfäden, Fallbeispiele und Zitate betroffener Jugendlicher.

„Es geht nicht darum, dass Lehrkräfte Diagnosen stellen – sondern Warnsignale erkennen und den Weg ins Hilfesystem ebnen", betont Co-Autor Dr. Arne Bürger.

Stimme einer Betroffenen
„Meine Klassenlehrerin war die Erste, die mich offen gefragt hat, ob ich sterben will. Wäre sie nicht gewesen, wäre meine Krankheit wohl unentdeckt geblieben." (Schülerin, 16 Jahre)

Verfügbarkeit
„Es braucht das ganze Dorf" ist ab sofort im Online-Shop von RAABE sowie im Buchhandel erhältlich.