Nach einem Jahr der Trauer wuchs unser Wunsch, etwas zu verändern. Insbesondere, um jungen betroffenen Menschen das Leben zu ermöglichen, das sie bei frühzeitiger Erkennung ihrer psychischen Erkrankung haben können.
Unser Weg begann mit viel Recherche und Austausch. Von Wissenschaftler*innen lernten wir, dass Anzeichen psychischer Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter auch durch geschulte Laien gut erkennbar sind.
Zu dieser Zeit hätten wir uns nicht vorstellen können, selbst unternehmerisch tätig zu werden. Wir suchten deshalb nach wissenschaftlich fundierten Angeboten zur Früherkennung.
Ausgangspunkt unserer Suche waren Gespräche mit Kindern und Jugendlichen über ihre Sorgen, Nöte und Hoffnungen. Dabei kamen wir zu der Erkenntnis, dass das gesamte Umfeld störungsübergreifend geschult werden muss.
Auch nach Monaten hatten wir kein Angebot gefunden, das unseren Vorstellungen entsprach. Im März 2022 gründeten wir daher das gemeinnützige Unternehmen tomoni mental health. Die Eintragung ins Handelsregister erfolgte am 21. Juni, dem zweiten Todestag von Emil.
2023 wurde tomoni mit dem Hessischen Gründerpreis in der Kategorie „Gesellschaftliche Wirkung“ ausgezeichnet.
Für die bedarfsgerechte Entwicklung der Angebote haben wir deutschlandweit mehr als 600 Lehrkräfte und 5.000 Eltern befragt. Seitdem arbeiten wir kontinuierlich an wissenschaftlich fundierten Fortbildungs- und Informationsangeboten für das gesamte Umfeld von jungen Menschen.
Es braucht das ganze Dorf.