Die Herausforderung beginnt bei Kindern und Jugendlichen
“5 nach 12”: Unterlassungen mit schweren gesellschaftlichen Folgen
Die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen steht unter Druck. Wachsende Anforderungen, Krisen und ein oft überlastetes Versorgungssystem stellen uns vor große Herausforderungen, die schnelles und effektives Handeln erfordern.
Die Vielschichtigkeit der Herausforderung
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Eine globale Krise:
Weltweit hat sich die psychische Gesundheit seit den frühen 2010er Jahren verschlechtert, mit einem deutlichen Anstieg beispielsweise von Angsterkrankungen, Depressionen sowie Selbstverletzungen, Suizidversuchen und Suiziden. Corona hat diese Entwicklung nochmals drastisch verschärft. -
Belastende Megatrends:
Existenzielle Bedrohungen wie Klimawandel, die Auswirkungen unregulierter sozialer Medien, abnehmender sozialer Zusammenhalt und sozioökonomische Unsicherheit (z. B. unsichere Arbeitsplätze, fehlender bezahlbarer Wohnraum) schaffen ein Gefühl von Kontrollverlust und Zukunftsangst besonders bei jungen Menschen und wirken sich zunehmend auf ihre psychische Gesundheit aus. Sie sind wie ein Frühwarnsystem für gesellschaftliche Probleme der Zukunft. -
Versorgung am Limit:
Die Realität in Deutschland zeigt lange Wartezeiten auf Therapieplätze, oft über sechs Monate, und zu wenige Behandlungsangebote für die hohe Zahl an betroffenen Kindern und Jugendlichen. Viele erhalten nicht die Hilfe, die sie dringend benötigen. -
Verborgene Kosten:
Psychische Erkrankungen verursachen nicht nur direkt hohe Kosten für das Gesundheitssystem, sondern auch indirekte Kosten durch verminderte Lebensqualität, früheren Tod, Krankheitstage und eingeschränkte berufliche sowie soziale Entfaltung der Betroffenen und ihres direkten Umfeldes.