Prävention mit Nachweis – Evaluation nach höchsten Standards

Vertrauensbildung durch streng wissenschaftliche Herangehensweise

Viele Präventionsangebote im Bildungsbereich werden nur unzureichend oder gar nicht auf ihre tatsächliche Wirksamkeit überprüft. Bei tomoni mental health gehen Wissenschaft und Wirkung Hand in Hand. Wir verpflichten uns zu höchsten Qualitätsstandards durch eine systematische, GCP-konforme (Good Clinical Practice) Evaluation unserer Programme, um deren Effektivität kontinuierlich zu prüfen, zu verbessern und einen neuen Standard in der schulischen Prävention zu setzen.

Vorbehaltlich der Bestätigung durch die laufende Evaluation soll so sichergestellt werden, dass das Angebot nicht nur gut gemeint ist, sondern nachweislich wirkt und einen echten Mehrwert für Lehrkräfte und Schüler*innen schafft. Die streng wissenschaftliche Herangehensweise macht tomoni.schools zu einem verlässlichen und wegweisenden Partner für alle an Schule Beteiligte, die die psychische Gesundheit ihrer Schüler*innen nachhaltig fördern wollen.

Doppelte Wirkungsmessung mit anspruchsvollen Zielparametern

Die Innovation im Evaluationsansatz von tomoni.schools zeigt sich insbesondere in den folgenden drei Bereichen:

  • Zwei komplementäre Studien für umfassende Wirkungsmessen:


    Um die Wirkung von tomoni.schools wirklich sicherzustellen und aus verschiedenen Perspektiven zu beleuchten, werden zwei separate, aber inhaltlich verbundene Studien durchgeführt. Dieser zweiteilige Ansatz, der sowohl die unmittelbar geschulten Personen (Lehrkräfte, primäre Zielgruppe) als auch die letztendliche Zielgruppe (Schüler*innen, sekundäre Zielgruppe) einbezieht, ist für die Präventionsforschung ein Novum und ermöglicht eine deutlich robustere Aussage über die Wirksamkeit des Angebotes:
  • Anspruchsvolle und praxisrelevante Zielparameter:


    Die Studien messen nicht nur den reinen Wissenszuwachs, sondern legen den Fokus auf anspruchsvolle, für den Schulalltag jedoch hochrelevante Zielgrößen:
    • Primärer Zielparameter1 Studie 1 (Lehrkräfte): Die selbsteingeschätzte Handlungsbereitschaft der Lehrkräfte. Es geht also darum, ob sich Lehrkräfte nach dem Training zutrauen und motiviert fühlen, bei psychischen Auffälligkeiten von Schüler*innen aktiv zu werden, diese anzusprechen und gegebenenfalls Unterstützung zu vermitteln. Dies ist ein entscheidender Schritt hin zu tatsächlichem Handeln (anders als Handlungsbefähigung oder verbesserte Psychoedukation, die bislang häufig als primäre Zielparameter herangezogen werden).
    • Primärer Zielparameter Studie 2 (Schüler*innen): Die von den Schüler*innen wahrgenommene und erhaltene Hilfe zur Förderung der psychischen Gesundheit durch ihre geschulten Lehrkräfte. Hier wird also direkt erfasst, ob die Intervention bei der eigentlichen Zielgruppe ankommt.
    • Hinzu kommen sekundäre Zielparameter wie die Steigerung der "Mental Health Literacy" (Wissen und Überzeugungen zu psychischer Gesundheit), die Reduktion von Stigmatisierung, das Vertrauen der Lehrkräfte in die eigene Handlungsfähigkeit sowie auf Schülerseite die tatsächliche Nutzung von Hilfsangeboten, die psychische Gesundheit und das Klassenklima.
  • Methodisch hochwertiges Studiendesign: Die Studien sind randomisiert-kontrollierte Studien (RCTs) mit statistisch relevanten Teilnehmendenzahlen. Die teilnehmenden Lehrkräfte bzw. Schulen werden zufällig unterschiedlichen Gruppen zugewiesen (Interventionsgruppe, die unmittelbar an tomoni.schools Training teilnimmt, und Kontrollgruppen, die dies später absolvieren werden). Dieses Design gilt als Goldstandard in der Wirksamkeitsforschung, da es erlaubt, die Wirkungseffekte eines Programms möglichst unverzerrt zu erfassen.

Vergleich der beiden Evaluationsstudien zu tomoni.schools:

Parameter Studie 1: Evaluation Lehrkräfte
(DRKS00032839)
Studie 2: Evaluation Schüler*innen
(DRKS00032888)
DRKS-ID DRKS00032839 DRKS00032888
Primäre Zielgruppe Lehrkräfte an weiterführenden Schulen Schüler*innen (ab Klasse 5) von Lehrkräften, die an tomoni.schools teilnehmen
Primärer Zielparameter Subjektiv eingeschätzte Handlungsbereitschaft der Lehrkräfte im Umgang mit psychisch belasteten Schüler*innen Von Schüler*innen wahrgenommene/erhaltene Hilfe zur Förderung der psychischen Gesundheit durch ihre Lehrkräfte
Wichtige sekundäre Zielparameter Wissen über psychische Erkrankungen (Mental Health Literacy),
Stigmatisierung,
Vertrauen in eigene Handlungsfähigkeit,
psychische Gesundheit
Nutzung von Hilfsangeboten,
psychische Gesundheit der Schüler*innen,
Suizidalität,
Stigmatisierung,
Klassenklima,
Mental Health Literacy (mHELP-A)
Studiendesign Randomisiert-kontrollierte Studie (4 Gruppen: 2 Interventionsgruppen mit unterschiedlichen Trainer*innen, aktive & passive Kontrollgruppe) Cluster-randomisierte, kontrollierte Studie (Schulen als Cluster, 4 Gruppen analog zu Studie 1)
Geplante Teilnehmerzahl ca. 268 Lehrkräfte ca. 2000 Schüler*innen
Intervention Teilnahme am Online-Lehrkräftetraining "tomoni.schools" ( bis zu 8 Module) Lehrkräfte der Schüler*innen nehmen am Online-Lehrkräftetraining "tomoni.schools" teil (bis zu 8 Module)
Messinstrumente (u.a.) Mental Health Literacy and Prevention Survey (mHELP-T) Mental Health Literacy and Prevention Survey-Adolescents (mHELP-S)

 

Strikte GCP-Konformität bei Programmkonzeption und -evaluation

Im Gegensatz zu vielen anderen Präventionsprogrammen – insbesondere im schulischen Bereich – orientiert sich tomoni.schools konsequent an der Good Clinical Practice (GCP)-basierten Phasenlogik (siehe nachstehende Übersicht).

Phase Aufgabe Elemente
0 Zielklärung & Konzeptentwicklung Identifikation von Zielmechanismen, Erforschung von Risiko- und Schutzfaktoren unter Einbezug interdisziplinärer Expertise
I Bedarfsanalyse & Programmentwicklung Entwicklung der Interventionsprototypen mit starkem Praxisbezug und unter Einbeziehung der primären und sekundären Zielgruppen
II Qualitative Optimierung & Pilotierung Anpassung und Verfeinerung der Programme in kleineren Pilotierungen, um die Akzeptanz und Durchführbarkeit sicherzustellen
III Strenge Wirksamkeitsprüfung GCP-konforme, oft randomisiert-kontrollierte Studien (RCTs) zur Evaluation der Effektivität. Hier wird geprüft, ob das Programm die gewünschten Effekte erzielt
IV Dissemination und Implementierung Skalierung der nachweislich wirksamen Programme für die breite Praxis und kontinuierliche Überwachung

Diese strukturierte Vorgehensweise ist im Bereich schulischer Prävention bislang die Ausnahme. Während viele Programme auf eine systematische, kontrollierte Evaluation verzichten oder zentrale Entwicklungsschritte überspringen, setzt tomoni.schools auf höchste wissenschaftliche Standards. Das Studiendesign entspricht dabei jenen Anforderungen, wie sie etwa auch in der Entwicklung neuer Therapien oder Medikamente angewendet werden, inklusive klar definierter Zielparameter und eines prospektiv registrierten Studienprotokolls.

So leistet tomoni.schools nicht nur einen praktischen Beitrag zur Förderung psychischer Gesundheit in der Schule, sondern auch einen innovativen Impuls für die Qualitätssicherung in der Präventionsforschung insgesamt.

1Der zentrale Messwert einer wissenschaftlichen Studie, an dem vor allem die Wirksamkeit einer Intervention beurteilt wird. Er wird vorab definiert und bildet die Grundlage für die Hauptaussage der Evaluation.